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Definition Organisationsentwicklung

Organisationsentwicklung bezeichnet das Management von Veränderung unter planvoller Einbeziehung der Mitarbeiter und Wissensträger. Sie sorgt durch einen strukturierten Prozess für Erkenntnisgewinn und Wissenszuwachs dort, wo Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Verwaltungen Entwicklungsbedarf haben.

Ziele einer Organisationsentwicklung

Organisationsentwicklung zielt ab auf:

  • Veränderung im individueller Verhaltensmuster, Einstellungen und Fähigkeiten der Organisationsmitglieder (personal)
  • Organisations- und Kommunikationsprozessen (prozessual)
  • Struktureller Regelungen (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Lohnformen) (strukturell)

Aufgaben einer Organisationsentwicklung

  • Optimierung von Arbeitsabläufen und Prozessen
  • Zielführende Neuausrichtung innerhalb von Mitarbeiterteams
  • Erhöhung der Flexibilität, Veränderungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit
  • Verbesserung der Motivation der Mitarbeiter
  • Technologische Veränderungen
  • Änderungen des Marktgleichgewichts

Wichtige Methoden einer Organisationsentwicklung

Die Umfrage-Rückmeldungs-Technik

Alle relevanten Gruppen (Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden, Management) werden um Rückmeldungen gebeten, in welchen Bereichen sie Verbesserungspotenziale sehen.

Die Frage lautet: Was sollte sich warum ändern? Die Frage ist also ein diagnostisches Werkzeug, um unterschiedliche Perspektiven zu bündeln. In der Regel lassen sich die Rückmeldungen zwei Kategorien zuordnen:

  • Wandel des Angebots: Mitarbeitern fehlen Karriereperspektiven, Kunden wünschen sich mehr Auswahl, Preise sind zu hoch, Qualität zu schlecht, es könnte in bestimmte Märkte expandiert werden, etc.
  • Wandel der Struktur: Arbeitswege sind ineffizient, Kommunikation funktioniert unzureichend, interne Abläufe dauern zu lange, Ressourcen werden an der falschen Stelle gebündelt, etc.

Die Laboratoriumsmethode

Um alle Stakeholder und insbesondere die Mitarbeiter für die folgende Entwicklung mitzunehmen, empfiehlt sich die Laboratoriumsmethode. Eigentlich sind darunter zwei unterschiedliche Konzepte zu verstehen, die sich im Rahmen der Organisationsentwicklung berühren können:

  • Soziales Laboratorium: Eine Gruppe Menschen, die keine gemeinsame Vergangenheit hat, wird in ein Team integriert, das gemeinsam eine Aufgabe zu erfüllen hat. Es sind ausschließlich Gespräche über mögliche Lösungen gestattet. Weitere Regeln, wie z. B. eine Rollenzuteilung, können erfolgen.
  • Versuch unter Laborbedingungen als Testlauf: Ein Entwicklungsprozess wird nicht sofort umfassend umgesetzt, sondern erst einmal „unter Laborbedingungen“, um die Effizienz zu überprüfen. Insbesondere die Mitarbeiter werden auf diese Weise eingebunden, weil sie sehen, dass die Wirksamkeit neuer Ideen überprüft wird, bevor es zu einer allgemeinen Umsetzung kommt.

Rückspiegelungs-Workshop:

Die dritte unter den wichtigsten Techniken der Organisationsentwicklung ist der Rückspiegelungs-Workshop. Es handelt sich um einen konstruktiven Dialog zwischen der Steuerungsgruppe, die an der Entwicklung der Organisation beteiligt ist, und den direkt Betroffenen. In der Regel wird der Workshop zweimal durchgeführt: Nach dem Ende der Testphase und nach einigen Monaten der allgemeinen Umsetzung von neuen Maßnahmen. Der Dialog zeigt auf, an welchen Stellen nachjustiert werden muss.